Neuer Asphalt für Radfahrer in Dortmund
Neuer Asphalt für Radfahrer in Dortmund, Pixabay/Foto illustrativ

In Dortmund stehen umfassende Modernisierungen des Emscherradwegs an. Die Stadt plant mehrere Bauabschnitte, die insgesamt 4,5 Kilometer umfassen. Ziel ist es, Lücken zu schließen, neue Verbindungen zu schaffen und den Komfort für Radfahrer deutlich zu erhöhen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Inhaltsverzeichnis:

Neuer Abschnitt am Hansa-Brückenzug

Die Stadt Dortmund und die Emschergenossenschaft haben konkrete Pläne für den Bereich zwischen Dortmund-Huckarde und Schönau. Ein neuer Radweg soll am Hansa-Brückenzug direkt entlang der Emscher entstehen. Dieser Abschnitt verbindet die Franz-Schlüter-Straße mit der Franziusstraße. Dadurch entfällt die Kreuzung mit der Westfaliastraße, was für einen sichereren und schnelleren Verkehrsfluss sorgt. Das Projekt orientiert sich am Radschnellweg Ruhr 1, bei dem ähnliche Konzepte bereits umgesetzt wurden.

  • Verbindung zwischen Franz-Schlüter-Straße und Franziusstraße
  • Vermeidung stark befahrener Kreuzungen
  • Orientierung am bestehenden Modell des RS1

Asphalt statt Schotter zwischen Huckarde und Im Wiesengrund

Ein weiterer Bauabschnitt betrifft das 3,3 Kilometer lange Teilstück zwischen Huckarde und der Kleingartenanlage „Im Wiesengrund“. Die bisherigen Schotterpisten sollen durch eine Asphaltdecke ersetzt werden. Ziel ist ein gleichmäßiger und komfortabler Belag. Laut Stadtverwaltung verbessert diese Lösung nicht nur die Nutzung, sondern erleichtert auch die Wartung des Radwegs.

  1. Entfernung der Schotterwege
  2. Verlegung einer Asphaltdecke
  3. Verbesserung der Instandhaltung

Neuer Rad- und Fußweg im Bereich Schönau

Ein drittes Projekt umfasst den Bereich Schönau. Dort ist ein neuer kombinierter Rad- und Fußweg geplant, der entlang der Bahngleise verläuft. Steile Anstiege und die viel befahrene Emil-Figge-Straße werden so umgangen. Damit entsteht eine sichere Verbindung, die gleichzeitig mehr Komfort für Pendler und Freizeitfahrer bietet.

  • Vermeidung gefährlicher Steigungen
  • Entlastung der Emil-Figge-Straße
  • Schaffung eines direkten Anschlusses an bestehende Strecken

Der Emscherradweg als Teil der IGA 2027

Der gesamte Emscherradweg erstreckt sich über etwa 100 Kilometer von Holzwickede bis Dinslaken. Er führt an renaturierten Flussabschnitten und historischen Industrieanlagen vorbei. Bekannte Orte wie der Phoenix See, der BernePark in Bottrop oder der Gasometer Oberhausen liegen an der Strecke. Mit den geplanten Verbesserungen soll die Route pünktlich zur Internationalen Gartenausstellung 2027 in Dortmund in neuem Glanz erstrahlen.

Die Stadt steht unter Zeitdruck, denn die Bauarbeiten müssen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Geplant ist, erste Bauabschnitte bereits im laufenden Jahr zu starten. Der Radweg soll eine wichtige Verbindung zwischen den Ausstellungsflächen der IGA schaffen und die Anreise per Fahrrad erleichtern.

Finanzierung des Projekts

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,67 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 80 Prozent im Rahmen des Programms „Stadt & Land“. Die restliche Summe teilen sich die Stadt Dortmund und die Emschergenossenschaft. Konkret bedeutet das:

Kostenbeteiligung Betrag in Euro Anteil in %
Bund ca. 2,94 Mio. 80
Stadt Dortmund ca. 300.000 8
Emschergenossenschaft ca. 435.000 12

Der Rat der Stadt Dortmund stimmt im Oktober über die endgültige Umsetzung ab. Erst danach können die Bauarbeiten beginnen. Sollte die Planung wie vorgesehen verlaufen, profitieren Radfahrer ab 2027 von einem durchgehenden, sicheren und komfortablen Emscherradweg.

 Quelle: RUH24